| So., 11. April 2010 | ||
| 20:00 |
Monatlicher Anime-Abend
Filmbeginn immer halbwegs pünktlich um 20.00 Uhr!!
La Maison en Petits Cubes / Das Haus der Bauklötze / Tsukimi no Ie, 12 min. Erscheinungsjahr: 2008 Regie: Kunio Katou

Der Film spielt in einer Welt, in der der Meeresspiegel stetig ansteigt. Aus diesem Grund sind die Bewohner einer vom Wasser überspülten Stadt gezwungen, ihre Häuser immer wieder um klötzchenförmige Etagen zu erweitern, um im Trockenen zu bleiben. Einem der Bewohner, einem alten Mann, fällt eines Tages seine geliebte Pfeife ins Wasser und er muss mit ansehen, wie sie in die unteren Geschosse seines Hauses hinabsinkt. Ursprünglich auf der Suche nach einer neuen Pfeife, kauft er stattdessen einen Tauchanzug, um nach seiner verloren gegangenen Pfeife tauchen zu können. Während er in immer tiefere und ältere Geschosse seines Hauses vordringt, durchlebt er im Geist Szenen seines Lebens. Schließlich erreicht er das Erdgeschoss und tritt durch die Haustür nach draußen, wo er von Erinnerungen an seine Jugend überwältigt wird, in der die Stadt noch über dem Meeresspiegel liegt und er seiner Jugendliebe unter einem Baum seine Zuneigung gesteht und das Häuschen baut, in dem er nach so langer Zeit noch immer wohnt, wenn auch viele Etagen höher.
“La Maison en Petits Cubes” gewann 2008 den Oscar in der Kategorie “Bester animierter Kurzfilm” und ist somit der zweite Anime nach “Chihiros Reise ins Zauberland”, dem das gelang. Der Film kommt völlig ohne die Anime-typischen Kulleraugen, ohne Worte und ohne Effekthascherei aus. Wunderschöne Zeichnungen, wunderschöne Story, wunderschöne Musik. Kurz, aber herzvoll.
Summer Wars, (OmU), 114 min. Erscheinungsjahr: 2009 Regie: Mamoru Hosoda Animationsstudio: Madhouse

Das 17jährige Mathegenie Kenji wird von seiner guten Freundin Natsuki auf einen Trip zu ihrer Familie aufs Land eingeladen. Dort muss er sich erstmal als ihr Verlobter ausgeben, schliesslich erwartet die konservativ eingestelle Großmutter, dass Natsuki sich endlich einen anständigen Kerl angelt. Nachts bekommt Kenji eine SMS mit einem Zahlencode, den er mit seinen Mathe-Skills entschlüsselt und somit den kompletten Zusammenbruch des weltweit operierenden “OZ”-Computersystems verursacht, welches nicht nur Soziales Netzwerk, sondern auch technische Stütze für die meisten staatliche Institutionen ist. Während die Welt also im Chaos zu versinken scheint, stellt sich auch die Frage, wie Natsukis Familie mit einem “unnützen” Outcast des Clans fertig wird. Was würde passieren, wenn alle sozialen Netzwerke wie Facebook und Myspace, nein, sogar das Internet als ganzes von einer Sekunde auf die andere zusammenbrechen würden? Gibt es eine Möglichkeit für die Menschen, noch auf eine andere Art und Weise zu kommunizieren, oder haben sie es schon vollkommen verlernt? Diese Frage stellt “Summer Wars”. Die Antwort darauf wird hier natürlich nicht verraten
Jedenfalls wird Mamoru Hosodas erster “großer” Anime nicht umsonst in einem Atemzug mit den Meisterwerken Hayao Miyazakis (Chihiro, Mononoke) genannt: Die Charaktere, die super durchdachte Story und die Musik erinnern stark an die Ghibli-Meisterwerke. Auch in technischer Hinsicht lässt der Film den/die ZuschauerIn mit offenem Mund dastehen. Kein Wunder, dass der Film den silbernen Leoparden am Filmfestival Locarno gewann, ebenfalls gewann er 2010 der ersten Platz der renommierten “Tokyo Anime Fair”, sozusagen den japanischen Anime-Oscar.
Einen englisch untertitelten Trailer des Films könnt ihr euch hier ansehen: http://www.youtube.com/watch?v=WD5QiLi2krk
VORHER:
Autonomes Animefan-Treffen
Du bist links(radikal) und Anime/Manga-Fan?
Und wolltest du deine Leidenschaft immer schon mit Leuten teilen, die politisch ähnlich ticken wie du?
Dann bist du am 11.3. herzlichst in die i:da eingeladen!
Wir laden zu einem ungezwungenen Treffen von anarchistischen, kommunistischen, queeren und sonstwie emanzipativen Animanga-Fans. In gemütlicher Stammtisch-Atmosphäre können wir uns einmal zusammensetzen, kennenlernen, über unsere Lieblingsserien und Filme labern und sonst noch alles so machen, was uns einfällt. Es gibt für dieses Treffen kein festgelegtes Programm oder Diskussionsthema, dafür aber viel guten Willen und Getränke. Erwünscht sind Spass an der Sache, inhaltlicher Input, Ideen und die Freude an japanischen Comics und Zeichentrickfilmen und du linksanarchoautonome/r Animefan
Nicht erwünscht sind SexistInnen, Nazis, Homophobie, RassistInnen – ganz egal ob sie Animefans sind oder nicht.
Das Fantreffen beginnt um 18.00 Uhr, die anschliessenden beiden Animes um 20.00 Uhr
