| So., 14. März 2010 | ||
| 18:00 |
Beginn is um 20.00 uhr, damit sichs ausgeht auch recht pünktlich
Hipira-Kun (OmU), 2009
Regie: Shinji Kimura
Studio: Sunrise
Länge: 10 Folgen a 5 Minuten

Im Land der Monster und Vampire scheint niemals die Sonne und immer der Mond. Dort lebt auch Hipira, der die Vampirschule hasst wie alle Schulkinder, sein Zimmer nicht aufräumen will (“No kid does that!”) und dafür viel lieber mit dem kleinen Geist namens Soul rumzieht und Scheisse baut. Gemeinsam kämpfen sie gegen die Grabzombies, helfen der lästigen Dornenrose, lassen ein Feuerwerk steigen und vieles mehr.
“Hipira” ist ursprünglich ein beliebtes japanisches Kinderbuch, welches vor allem mit seinen extrem liebevoll gestalteten Charakteren und der Monsterwelt punkten kann. Hipira ist kein liebes Kind, sondern böse, gemein und will in erster Linie Spass. Der Autor der Story ist niemensch anderes als “Akira”-Schöpfer Katsuhiro Otomo, für die Zeichnungen und die Regie der TV-Serie hat der für seine absurden Monster-Illustrationen bekannte Shinji Kimura zur Feder gegriffen.
Wer denkt, dass Kinderserien nur was für Kinder sind, soll sich Hipira-Kun anschauen. Es macht einfach Spass
Macoss Plus – Movie Edition (OmU), 1995
Regie: Shoji Kawamori
Studio: Nue, Triangle Staff, Bandai Visual
Länge: 115 Minuten

Drei Jahrzehnte nach dem Krieg gegen die Alien-Rasse der Zentradi testet die U.N.-Regierung zwei neue Mecha-Kampfflugzeuge am Planeten Eden. Die Piloten der neuen Maschinen sind der Hitzkopf Isamu sowie der Zentradi/Mensch-Mischling Guld. Beide kennen sich seit der Kindheit, und beide hassen sich inbrünstig – wobei niemensch so genau zu wissen scheint, wieso. Inmitten der Kriegspielerei platzt auf einmal die alte Jugendliebe der beiden Piloten, Myung. Sie ist mittlerweile erfolgreiche Managerin des ersten Popstars der Welt, welche mit künstlicher Intelligenz betrieben wird. Isamu und Guld haben noch Gefühle für Myung, sie scheint ihre vormals liebevolle und lebensfrohe Art hinter der Manager-Karriere zu verstecken, noch dazu sollte sie als begnadete Sängerin eigentlich selber auf der Bühne stehen. Und was hat es damit auf sich, dass “Sharon Apple”, der Popstar-Computer auf einmal sowas wie einen eigenen Willen entwickelt?
“Macross” gehört in Japan zu DEN großen SciFi-Universen, vergleichbar in etwa mit Star Trek oder Gundam. Der “Plus”-Movie, den wir euch zeigen vereint auf der einen Seite klassiche Macross-sche Tugenden wie eine Liebesdreieck mit viel Drama, Musik und vor allem fette, Transformers-ähnliche Kampfroboter. Auf der anderen Seite gibt sich der Film um einiges “seriöser” als der Rest der Macross-Spinoffs. So wird das klassische Mensch vs. Maschine Thema aufgegriffen, die Charaktere sind alles andere als stereotyp. Zwar schon 15 Jahre alt, kann Macross Plus in technischer Sicht auch heute noch überzeugen, war es doch eine der ersten Anime-Produktionen, die exzessiven Gebrauch vom Computergrafik machte.
Alles in allem eine wunderschön gemachte Space-Opera mit viel Action, ein wenig Kitsch und einem tollen Soundtrack, eingespielt vom Prager und Israelischen Symphonieorchester.

