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Stellungnahme zur Soliparty am 28.11.

Am 28.11. kam es im Zuge einer Soliparty in der I:dA zu problematischen Ereignissen. Diese Stellungnahme soll schildern, wie das passieren konnte und was wir uns dazu denken.

Auf dem Plenum am Tag vor der Party fiel uns der Name einer Band, nämlich “kurwa apparata”, die an besagtem Abend spielen sollte, unangenehm auf. “Kurwa” ist in den meisten slawischen Sprachen eine abwertende Bezeichnung für Sexarbeiterin, wird aber oft synonym mit “scheisse” verwendet.
Nach einiger Diskussion und der Überlegung das Konzert im Vorfeld abzusagen, kamen wir zu dem Schluss, die Band vor dem Konzert zu bitten, eine Stellungnahme zu der Problematik ihres Namens abzugeben. Leider haben wir am Plenum nicht unsere Anforderungen an ein Statement der Band ausformuliert und haben insofern die Menschen, die am nächsten Tag die Band konfrontieren sollten, alleine gelassen, da diese auch nicht am Plenum waren. Das Gespräch mit der Band war schwierig, aber schließlich willigten sie ein, vor ihrem Konzert eine Stellungnahme abzugeben. Leider entsprach das auf der Bühne abgegebene Kommentar nicht unseren Erwartungen, da die Band scheinbar ihren Namen nicht ausreichend reflektiert hat. Dass es in den Räumlichkeiten der I:dA zu so einer Stellungnahme kam ist auch teilweise unsere Schuld, da wir unbegründetes Vertrauen in die Band gesetzt haben, weil sie aus linken Zusammenhängen kommt. Die interne Kommunikation in diesem Fall hat bei uns leider nicht funktioniert.

Wir wollen uns bei den Menschen entschuldigen, die sich durch die Stellungnahme der Band unwohl gefühlt haben. Wir setzen uns intern mit dem Vorfall auseinander und haben bis jetzt auch einige Fehler unsererseits erkannt. Leider konnte an diesem Abend aufgrund von Überforderung und Angst vor einer Eskalation, nicht ausreichend reagiert werden, da das Abdrehen einer Band bei massenhaftem, begeisteren Publikum nur schwer möglich ist. Auch hat es in dem Fall mit der internen Kommunikation nicht geklappt, wodurch ein gemeinsames Vorgehen verunmöglicht wurde. Dass dadurch die Reaktionen der Menschen hinter der Bar als unsolidarisch wahrgenommen wurden, tut uns leid.

Wir hoffen mit diesem Statement unsere Positionen klar gemacht zu haben.